KI-Buchhaltung

E-Commerce Buchhaltung — Onlineshop-Umsätze mit KI buchen

Onlineshops und Marktplatzhändler haben ein besonderes Buchhaltungsbild: viele Bankumsätze über Zahlungsdienstleister, getrennte Gebühren, Eingangsrechnungen für Wareneinkauf und Versand. Diese Seite zeigt, wie die KI-Buchhaltung Auszahlungen kontiert, Belege erfasst und die Saldenliste für den HGB-Jahresabschluss erzeugt. Umsätze und Gebühren der Zahlungsplattformen kommen über unterstützte Verbindungen oder als Datei herein; Sammelauszahlungen werden über ein Verrechnungskonto aufgelöst und nicht als einzelne OSS-Umsätze behandelt.

In der Software: Jahresabschluss.io führt die doppelte Buchführung nach SKR03 oder SKR04: Belege, Bankumsätze und Rechnungen werden laufend verbucht; die KI kontiert und bucht eindeutige Vorgänge innerhalb Ihrer Freigaben selbst.

Stand:

Erster Jahresabschluss gratis · ohne Zahlungsdaten · jederzeit kündbar

Die Besonderheiten der E-Commerce-Buchhaltung

Im Onlinehandel entstehen Buchungen anders als im klassischen Dienstleistungsbetrieb — vor allem über die Zahlungsdienstleister.

Auszahlungen statt Einzelumsätze

Stripe, PayPal oder Klarna zahlen gesammelt aufs Bankkonto aus — oft viele Bestellungen in einer Sammelbuchung, abzüglich Gebühren. Diese Auszahlungen bilden die Grundlage Ihrer Bankkontierung.

Hohes Umsatzvolumen

Tausende kleine Transaktionen, viele Rückerstattungen und Storni: Onlinehandel erzeugt deutlich mehr Bankzeilen als ein klassischer Betrieb. KI-Vorkontierung skaliert hier besser als reine Handarbeit.

Wareneinkauf & Versand

Eingangsrechnungen für Wareneinkauf, Fulfillment und Versanddienstleister fallen laufend an — sie gehören sauber kontiert und der Bankbuchung zugeordnet.

Umsatzsteuer & OSS im Blick

EU-Fernverkäufe werfen Umsatzsteuer- und OSS-Fragen auf. Das sind wichtige Punkte für die Abstimmung mit Ihrem Steuerberater — die Software liefert dafür die Buchungsgrundlage.

So buchen Sie Payment-Auszahlungen automatisch

Der Weg läuft über den Bankimport der Zahlungsdienstleister-Auszahlungen und die automatische Kontierung durch die KI.

Massen-Bankimport

Die Auszahlungen Ihrer Payment-Provider kommen als Bankumsätze herein — über finAPI, Ponto oder Qonto Direct oder als Datei (CSV, MT940, CAMT). Auch große Mengen importieren Sie in einem Durchgang.

KI-Vorkontierung

Unsere KI schlägt für jede Bankzeile ein SKR-Konto und einen Steuerschlüssel vor und behandelt die Umsatzsteuer konservativ. Sie prüfen und schreiben fest.

Belege matchen

Eingangsrechnungen laden Sie als PDF oder Foto hoch. Die KI liest Lieferant, Rechnungsnummer, Datum sowie Brutto, Netto und USt aus und matcht den Beleg zur Bankbuchung.

Onlineshop-Buchhaltung mit Weg zum Jahresabschluss

Der erste Jahresabschluss ist gratis — Saldenliste hochladen und ansehen.

Ehrlich: was die Software für Onlineshops nicht macht

Damit Sie richtig planen — die Grenzen sind klar benannt.

Keine Warenwirtschaft

Bestände, Artikelstammdaten, Retourenstatus und Versandabwicklung führt die Buchhaltung nicht. Umsätze und Gebühren der Zahlungsplattformen – unter anderem PayPal, Stripe, Shopify, Klarna und Mollie – kommen über unterstützte Verbindungen zur Prüfung herein, Marktplatzberichte von Amazon, eBay, Kaufland und Shopify als Datei oder als AccountOne-Buchungsstapel.

Keine OSS-Automatik für PSP-Sammelzahlungen

Die OSS-Hilfe ist nicht auf EÜR/Ist begrenzt: Unterstützte EU-B2C-Ausgangsrechnungen können auch bei bilanzierenden und sollversteuernden Unternehmen mit Bestimmungsland und Steuersatz gebucht werden. Der direkte Bankpfad bleibt einzelnen bestätigten EÜR-/Ist-Kundeneingängen vorbehalten. Unaufgeschlüsselte Marktplatz- und PSP-Sammelabrechnungen benötigen weiterhin eine transaktionsgenaue Aufschlüsselung; die BOP-CSV wird nicht automatisch übermittelt.

Rechnungen und EÜR

Shop-Rechnungen laufen über offene Posten und Debitoren; eigene Ausgangsrechnungen samt E-Rechnung schreiben Sie in der Buchhaltung. Bilanzierende Händler schließen nach HGB ab, Einzelunternehmer erstellen ihre EÜR im Abo „Buchhaltung & EÜR“.

Von der Buchhaltung zum HGB-Jahresabschluss

Für die E-Commerce-GmbH oder UG entsteht aus der laufenden Buchung direkt die Grundlage des Abschlusses.

E-Commerce-GmbH & UG

Kapitalgesellschaften bilanzieren nach HGB. Die laufende KI-Buchhaltung ist auf diese Rechtsformen und den Abschluss samt Einreichungsdatei für das Unternehmensregister ausgelegt; die Datei reichen Sie selbst ein.

Saldenliste ohne Medienbruch

Aus der Buchhaltung entsteht automatisch die Summen- und Saldenliste, die der Jahresabschluss erwartet — kein Export-Import-Hin-und-Her.

Bilanz, GuV & Anhang

Auf der Saldenliste bauen Bilanz, GuV und Anhang direkt auf. Im Gesamtpaket ab 125 € sind je zwölf Monate ein HGB-Jahresabschluss und eine E-Bilanz enthalten; im Solo-Tarif ab 95 € buchen Sie den Abschluss einzeln (ab 250 € je Geschäftsjahr, der erste kostenlos), die E-Bilanz kostet dann 20 € je Wirtschaftsjahr.

Zahlungsanbieter über ein Verrechnungskonto buchen

Die Auszahlung auf Ihr Bankkonto ist nicht der Umsatz. Sie ist der Saldo aus vielen Verkäufen, Gebühren und Erstattungen.

PayPal, Stripe, Klarna oder ein Marktplatz sammeln die Zahlungen Ihrer Kunden, ziehen ihre Gebühren ab und überweisen den Rest in Abständen auf Ihr Geschäftskonto. Würden Sie nur diese Auszahlung als Erlös buchen, stimmten weder Umsatz noch Umsatzsteuer: Die Gebühren wären unsichtbar im Erlös verrechnet, Erstattungen fehlten, und der Zeitpunkt läge oft im falschen Monat. Sauber ist ein eigenes Verrechnungskonto je Anbieter, das sich wie ein zusätzliches Bankkonto verhält. Auf ihm laufen die einzelnen Verkäufe, Gebühren und Erstattungen ein; die Auszahlung bucht es aus und läuft über das Geldtransitkonto (SKR03 1360, SKR04 1460) auf die Bank.

Am Monatsende muss der Saldo des Verrechnungskontos dem Guthaben beim Anbieter entsprechen. Weicht er ab, fehlt meist eine Erstattung, eine Rücklastschrift oder eine Gebührenposition. Gebühren der Zahlungsdienstleister sind häufig als Umsatz im Zahlungsverkehr steuerfrei (§ 4 Nr. 8 Buchst. d UStG); stellt ein ausländischer Anbieter eine steuerpflichtige Leistung in Rechnung, kann die Steuer nach § 13b UStG bei Ihnen liegen. Maßgeblich ist die Gebührenabrechnung des Anbieters.

Typische Buchungsfälle mit einem Zahlungsanbieter (vereinfacht, Umsatzsteuer 19 %)
VorgangWas gebucht wirdHinweis
Verkauf an einen Kunden im InlandVerrechnungskonto an Erlöse 19 % (SKR03 8400, SKR04 4400)Brutto auf das Automatikkonto, die Umsatzsteuer läuft automatisch
Gebühr des AnbietersNebenkosten des Geldverkehrs (SKR03 4970, SKR04 6855) an VerrechnungskontoSteuer laut Gebührenabrechnung prüfen
Auszahlung auf das GeschäftskontoGeldtransit an Verrechnungskonto, danach Bank an GeldtransitErfolgsneutral; das Transitkonto muss danach auf null stehen
Erstattung an den KundenErlöse an VerrechnungskontoUmsatzsteuer im Monat der Erstattung berichtigen (§ 17 UStG)
Rücklastschrift oder RückbuchungForderung wieder öffnen, Gebühr als AufwandErst klären, dann ausbuchen

Umsatzsteuer im Onlinehandel: Fernverkauf, OSS und Marktplatz

Die Regeln, die Onlinehändler am häufigsten betreffen. Stand: Oktober 2026.

Umsatzsteuer-Regeln für Onlinehändler
ThemaWas giltNorm
Lieferung an Verbraucher in andere EU-StaatenOrt der Lieferung ist das Bestimmungsland, sobald die Fernverkäufe und bestimmte Dienstleistungen in andere Mitgliedstaaten insgesamt 10.000 € im Vorjahr überschritten haben oder im laufenden Jahr überschreiten§ 3c Abs. 1 und 4 UStG
One-Stop-Shop (OSS)Statt sich in jedem Land zu registrieren, melden Sie diese Umsätze zentral; Besteuerungszeitraum ist das Kalendervierteljahr, die Erklärung ist binnen eines Monats danach fällig§ 18j, § 16 Abs. 1d UStG
Verkauf über einen MarktplatzDer Betreiber haftet für die Umsatzsteuer, wenn der Händler keine gültige, vom BZSt erteilte USt-IdNr. hat; Marktplätze verlangen sie deshalb§ 25e UStG
Rechnungen an Unternehmen im InlandE-Rechnung empfangen seit 2025; ausstellen spätestens für Umsätze ab 2028, bei mehr als 800.000 € Vorjahresumsatz ab 2027§ 14, § 27 Abs. 38 UStG
Kleine BeträgeRechnungen bis 250 € brutto brauchen weniger Angaben§ 33 UStDV
Für unterstützte EU-Ausgangsrechnungen an Verbraucher führt die Buchhaltung Bestimmungsland und Steuersatz und erstellt eine Quartalsauswertung mit Meldedatei; Registrierung und Abgabe im Portal des BZSt bleiben bei Ihnen. Mehr dazu: Zahlungsanbieter automatisch buchen.

Die Monatsroutine für Onlinehändler

Sechs Schritte, die den Monat abschlussreif machen.

  1. Bank und Zahlungsplattformen abrufen: Geschäftskonto, Kreditkarte und jede Plattform, über die Kunden zahlen.
  2. Marktplatzabrechnungen einlesen: Amazon-, eBay-, Kaufland- oder Shopify-Berichte bzw. den AccountOne-Buchungsstapel des Monats.
  3. Verrechnungskonten abstimmen: Saldo je Anbieter gegen das Guthaben laut Anbieter, Differenzen klären.
  4. Eingangsrechnungen vollständig machen: Wareneinkauf, Versand, Fulfillment, Werbung und Software — jede Abbuchung braucht ihren Beleg.
  5. Umsatzsteuer prüfen: inländische Umsätze in die Voranmeldung, EU-Fernverkäufe über der Schwelle in die OSS-Auswertung des Quartals.
  6. Monat festschreiben, sobald Voranmeldung und Abstimmung stehen.

Weiterführende Seiten

Jahresabschluss E-Commerce | Bankbuchungen kontieren mit KI | Automatische Kontierung | Buchhaltung mit KI | KI-Buchhaltungssoftware | Offene Posten verwalten | Buchhaltung GmbH | Buchhaltung automatisieren | Summen- und Saldenliste | AccountOne-Daten importieren | Zahlungsanbieter automatisch buchen | Zahlungsabgleich automatisieren | Bankkonto anbinden | Umsatzsteuervoranmeldung selber machen

Häufige Fragen

Kurz und konkret zu Produkt, Ablauf und Einsatzbereich.

Die Auszahlungen Ihrer Zahlungsdienstleister (Stripe, PayPal, Klarna und andere) landen als Bankumsätze im System — über finAPI, Ponto, Qonto Direct oder Dateiimport. Diese Massenumsätze kontiert die KI automatisch vor: Vorschlag für SKR-Konto und Steuerschlüssel, konservativ behandelte Umsatzsteuer. So bekommen Sie auch bei hohem Belegaufkommen schnell eine saubere Bankkontierung.

Nein. Es gibt keine API-Anbindung an Shop- oder Marktplatzsysteme. Die Verbuchung läuft über den Bankimport (die Auszahlungen der Zahlungsdienstleister) und über den Beleg-Upload für Eingangsrechnungen. Genau dieser Weg ist robust gegen Schnittstellenänderungen — Sie buchen das, was tatsächlich auf dem Bankkonto ankommt, nach SKR.

Eine automatische OSS-Übermittlung findet nicht statt. Nach Ihrer amtlichen Registrierung können Sie die OSS-Buchungs- und Meldehilfe je Gesellschaft aktivieren: Bilanz- und Soll-Profile erfassen unterstützte EU-B2C-Fälle über eine geprüfte Ausgangsrechnung mit Bestimmungsland und Steuersatz; bei EÜR mit Ist-Versteuerung steht für einzelne direkte Kundeneingänge der bestätigte Bankpfad bereit. Beide Wege fließen in die Quartalsauswertung und BOP-CSV. Unaufgeschlüsselte Sammelauszahlungen von Marktplätzen oder Zahlungsdienstleistern bleiben ausgeschlossen und benötigen eine transaktionsgenaue Datenbasis.

Eingangsrechnungen für Wareneinkauf, Versanddienstleister und Plattform-/Zahlungsgebühren laden Sie als PDF oder Foto hoch. Die KI-Belegerfassung liest Lieferant, Rechnungsnummer, Datum sowie Brutto, Netto und USt aus und matcht den Beleg zur passenden Bankbuchung. Die Gebühren der Zahlungsdienstleister erkennen Sie so getrennt vom eigentlichen Umsatz.

Ja. Die Zielgruppe sind deutsche Kapitalgesellschaften — also GmbH, UG und vergleichbare Rechtsformen, die bilanzieren müssen. Sie führen die laufende Buchhaltung mit KI und ziehen daraus die Summen- und Saldenliste, auf der HGB-Jahresabschluss und Offenlegungsdatei für das Unternehmensregister aufbauen. Die Software erzeugt die Datei; Sie reichen sie selbst ein. Eine EÜR ist nicht vorgesehen, das Produkt ist auf Bilanzierung ausgelegt.

Aus der Buchhaltung entsteht automatisch die Summen- und Saldenliste. Darauf bauen Bilanz, GuV und Anhang ohne Medienbruch auf — der HGB-Jahresabschluss, die Steuererklärungen und die E-Bilanz sind im Buchhaltungs-Abo enthalten; einzeln kostet die E-Bilanz 20 € je Wirtschaftsjahr. Die Buchhaltung kostet ab 125 € je Gesellschaft und Monat nach Größenklasse (1 Nutzer inklusive, +20 € je weiterem Nutzer und Monat).

Onlineshop-Buchhaltung mit Weg zum Jahresabschluss

Payment-Auszahlungen per KI kontieren, Eingangsrechnungen per Foto erfassen, das Jahr durchbuchen — und die Saldenliste fließt direkt in den HGB-Jahresabschluss samt Einreichungsdatei für das Unternehmensregister; die Einreichung übernehmen Sie selbst.