KI in der Buchhaltung

Automatisierte Buchhaltung — der durchgängige Prozess vom Beleg bis zum Jahresabschluss

Automatisierte Buchhaltung ist kein einzelnes Feature, sondern ein zusammenhängender Zustand: Beleg, Bankimport, Vorkontierung, offene Posten und Summen- und Saldenliste greifen ineinander und münden direkt in den HGB-Jahresabschluss. Diese Seite zeigt, welche Schritte automatisch laufen — und wo bewusst Ihre Bestätigung bleibt.

In der Software: Jahresabschluss.io führt die doppelte Buchführung nach SKR03 oder SKR04: Belege, Bankumsätze und Rechnungen werden laufend verbucht; die KI kontiert und bucht eindeutige Vorgänge innerhalb Ihrer Freigaben selbst.

Stand:

Erster Jahresabschluss gratis · ohne Zahlungsdaten · jederzeit kündbar

Die Prozesskette: vom Beleg bis zur Saldenliste

Automatisierte Buchhaltung bedeutet, dass jeder Schritt den nächsten füttert — ohne Excel-Übergabe dazwischen.

1. Beleg per KI

Unsere Vision-KI liest Lieferant, Rechnungsnummer, Datum sowie Brutto, Netto und Umsatzsteuer aus PDF und Foto und ordnet den Beleg der passenden Buchung zu.

2. Bankimport

Bankumsätze kommen via finAPI, Ponto, Qonto Direct oder Datei-Import (CSV, MT940, CAMT) herein und werden automatisch eingelesen — die Grundlage für die Vorkontierung.

3. Vorkontierung

Die KI schlägt für jeden Umsatz und Beleg ein SKR03/SKR04-Konto und einen Steuerschlüssel vor — mit konservativer Umsatzsteuer-Behandlung.

4. Offene Posten

Debitoren und Kreditoren werden geführt und offene Rechnungen automatisch gegen Zahlungen ausgeglichen, sobald sie auf dem Bankkonto auftauchen.

5. Summen- und Saldenliste

Aus den festgeschriebenen Buchungen entsteht laufend die Summen- und Saldenliste — genau die, die der HGB-Jahresabschluss erwartet.

6. Jahresabschluss

Aus derselben Saldenliste werden Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht erstellt — und auf Wunsch die ERiC-validierte E-Bilanz.

Grade der Automatisierung: was läuft, was bleibt Kontrolle

Ehrliche Automatisierung heißt, klar zu trennen, wo die Software arbeitet und wo Ihre Bestätigung nötig ist.

Läuft automatisch

Belegerfassung mit Lieferant, Beträgen und Umsatzsteuer · Bankimport via finAPI, Ponto, Qonto Direct oder Datei · Vorkontierung mit SKR-Konto und Steuerschlüssel · Abgleich Beleg/Bankbuchung · automatischer Ausgleich offener Posten · laufende Erzeugung der Summen- und Saldenliste.

Bleibt Bestätigung und Kontrolle

Freigabe aller Buchungen, die die Software nicht selbst bucht – Vorschläge unter der eingestellten Mindestsicherheit (ab Werk 85 %), unlesbare oder widersprüchliche Belege, Dubletten, gemischte Steuersätze, besondere Steuerschlüssel, Bankzeilen ohne Gegenpartei, festgeschriebene Zeiträume · Klärung mehrdeutiger Umsatzsteuer-Fälle · Würdigung ungewöhnlicher Geschäftsvorfälle · finale Durchsicht vor dem Abschluss. Wie weit die Software selbst bucht, legen Sie fest.

Den automatisierten Prozess selbst sehen

Der erste Jahresabschluss ist gratis — Saldenliste hochladen und ansehen.

Wo automatisierte Buchhaltung Zeit spart

Der Nutzen liegt nicht in einem einzelnen Klick, sondern im Wegfall wiederkehrender Handarbeit.

Keine Belegtipperei

Lieferant, Rechnungsnummer und Beträge müssen nicht mehr abgetippt werden — die KI liest sie aus PDF und Foto. Das entlastet besonders bei vielen kleinen Eingangsrechnungen.

Keine Kontensuche

Statt im Kontenrahmen zu blättern, bekommen Sie einen begründeten Vorschlag, den Sie bestätigen oder korrigieren. Wiederkehrende Vorgänge werden konsistent behandelt.

Kein Medienbruch zum Abschluss

Die Saldenliste muss nicht für den Jahresabschluss aufbereitet oder exportiert werden — sie ist bereits die Grundlage. Das spart die fehleranfällige Übergabe per Excel.

Für wen sich der automatisierte Prozess lohnt

Automatisierte Buchhaltung ist auf laufende Buchführung deutscher Kapitalgesellschaften mit anschließendem HGB-Abschluss ausgelegt.

Kapitalgesellschaften mit Bilanzierungspflicht

GmbH, UG, AG, eG oder GmbH & Co. KG, die nach HGB bilanzieren und im Unternehmensregister offenlegen müssen — und die laufende Buchhaltung und Abschluss aus einer Hand wollen, statt zweier getrennter Systeme.

Eine Web-App, ein Datenfluss

Alles läuft im Browser, ohne Installation: die Buchhaltung kostet je Gesellschaft und Monat nach Größenklasse ab 95 € im Solo-Tarif oder ab 125 € im Gesamtpaket (1 Nutzer inklusive) — im Gesamtpaket sind je zwölf Monate die Steuererklärungen eines Veranlagungszeitraums, der HGB-Abschluss und die E-Bilanz enthalten; einzeln kostet die E-Bilanz 20 € pro Wirtschaftsjahr.

Automatisieren ohne Grenzen — die offene API

Die höchste Automatisierungsstufe ist die eigene: Über eine offene REST-API steuern Skripte oder eigene KI-Assistenten über einen MCP-Server die Buchhaltung direkt — Buchungen anlegen, Rechnungen buchen, Daten abrufen, ganz ohne manuelles Klicken.

Routine als Routine

Bankumsätze abholen, Belege den offenen Posten zuordnen, Monatsabschluss vorbereiten — als wiederkehrende Agenten- oder Skript-Routine.

System-zu-System buchen

Shop, Abrechnung oder ERP schreibt Ausgangsrechnungen per POST direkt in die Buchhaltung — als Erlös, Umsatzsteuer und Forderung sauber verbucht.

Freigabe bleibt bei Ihnen

Ein Schlüssel je Unternehmen, Lese- oder Schreibrecht, jederzeit widerrufbar. Schreibzugriffe behalten alle GoBD-Regeln.

Mehr dazu: Buchhaltung-API — Buchungen & Daten per KI-Agent

Die Kette im Detail: was an jeder Station automatisch passiert

Acht Stationen – jeweils mit der Angabe, wann die Software selbst entscheidet und wann sie Sie fragt.

Automatisierungskette der Buchhaltung von jahresabschluss.io
StationWas automatisch passiertWann Sie gefragt werden
BelegeingangBelege kommen per Hochladen, Handyfoto, über die eigene E-Mail-Adresse der Gesellschaft oder einen Google-Drive-Ordner; weitergeleitete Mails mit angehängter Ursprungsmail werden entfaltetbei Dublettenverdacht
ErkennungE-Rechnungen (XRechnung, ZUGFeRD) werden strukturiert ohne KI gelesen, PDFs mit Textschicht als Text, Scans per Texterkennung; die Beträge werden gegen den Quelltext verprobtwenn Beträge fehlen, unlesbar sind oder sich widersprechen
Kontierungsvorschlagfeste Reihenfolge: eigene Buchungsregel, dann Geschäftspartner und Historie, dann das Kontierungslexikon mit 55 Fällen, erst für den Rest ein KI-Modelljeder Vorschlag zeigt Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel, Begründung, Sicherheit und Prüfhinweis
Buchungsmethodeerst die Methode, dann das Konto: 24 Buchungsmethoden nach HGB und EStG, etwa laufender Aufwand, Anlagezugang, geringwertiges Wirtschaftsgut, Rechnungsabgrenzung, Anzahlung oder Gutschrift; Belegfakten wie die 250- und 800-€-Grenzen oder der Leistungszeitraum bestätigen oder korrigieren den Vorschlagwenn das Konto nicht zur Methode passt und sich nicht eindeutig ersetzen lässt
Automatische Buchungvollständige Vorschläge ab 85 % Sicherheit, eindeutige Zuordnungen von Zahlungen zu offenen Posten, geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 € netto, Abgrenzungen über den Bilanzstichtagunter der Mindestsicherheit und bei den festen Ausschlüssen (siehe unten)
Bank und offene PostenGeldeingang gegen Ausgangsrechnung, Geldausgang gegen Eingangsrechnung – nach Rechnungsnummer im Verwendungszweck, Betrag und Fälligkeitsfenster, auch bei Teil- und Sammelzahlungen; Umbuchungen zwischen eigenen Konten werden erkanntbei mehrdeutigen Treffern und Bankzeilen ohne Gegenpartei; Aufwand oder Erlös entsteht nie aus der Bankzeile allein, sondern mit dem Beleg
UmsatzsteuerKennzahlen der Voranmeldung aus dem Journal, Steuer je Konto gegen die Bemessungsgrundlage verprobt, Vorschau vor dem Versanddie Übermittlung über ELSTER erfolgt erst nach Ihrer Freigabe
AbschlussSaldenliste laufend aktuell; das Abschluss-Cockpit listet unverbuchte Umsätze, fehlende Belege, ungeklärte Konten und nicht abgestimmte Bankbei Abschlussangaben, Bewertungsfragen und der Übergabe an den Jahresabschluss

Automatische Buchung ab Werk: was der Autopilot bucht und was nie

Die Voreinstellung ist großzügig, die Ausschlüsse sind fest – und jede Einstellung lässt sich enger fassen.

In unserer Buchhaltung ist die automatische Buchung ab Werk eingeschaltet: Vollständige Vorschläge ab 85 % Sicherheit bucht die Software selbst, Unklares wartet mit Begründung auf Sie. Unter „KI & Buchungsfreigaben“ schränken Sie das ein – auf bestimmte Quellen, nur freigegebene Buchungsregeln, eine Betragsgrenze je Beleg oder eine höhere Mindestsicherheit bis 99 % – oder schalten die Automatik ab; jede Änderung wird protokolliert.

Neben vollständigen Belegvorschlägen bucht die Software auch eindeutige Zuordnungen von Zahlungen zu offenen Rechnungen, geringwertige Wirtschaftsgüter bis 800 € netto (§ 6 Abs. 2 EStG) und Abgrenzungen, die über den Bilanzstichtag verteilt werden müssen. Unabhängig von jeder Einstellung nie automatisch gebucht werden:

  • unlesbare Belege und Belege mit fehlenden oder widersprüchlichen Beträgen
  • Dubletten
  • Belege mit gemischten Steuersätzen
  • Vorgänge mit besonderen Steuerschlüsseln, etwa bei Steuerschuldnerschaft des Leistungsempfängers (Reverse Charge)
  • Bankzeilen ohne erkennbare Gegenpartei
  • alles in festgeschriebenen Zeiträumen

Was liegen bleibt, erscheint in der Prüfliste mit Begründung: links der Originalbeleg, rechts der Vorschlag mit Konto, Gegenkonto, Steuerschlüssel und Prüfhinweis. Bestätigen Sie dieselbe Kontierung für eine Gegenpartei dreimal, schlägt die Software eine Buchungsregel vor; eine bloß gemerkte Kontierung bucht nie automatisch, erst eine bestätigte Regel. Wer wann was gebucht, geändert, freigegeben oder storniert hat, steht im Änderungsprotokoll, und Korrekturen laufen als Storno statt als Löschung.

Die erste Woche: Automatik einrichten und prüfen

Sieben Schritte, nach denen Belege und Bankumsätze weitgehend ohne Handarbeit durchlaufen.

  1. Bestände übernehmen: die letzte Summen- und Saldenliste oder Schlussbilanz hochladen, die Zuordnung prüfen und die Eröffnungswerte bestätigen.
  2. Bankkonten anbinden: über finAPI für 5 € je aktiver Verbindung und Monat oder ohne unseren Aufpreis über Ponto, Qonto Direct oder den Import von CSV-, MT940- und CAMT-Dateien. Zahlungsdienste wie Stripe oder PayPal laufen über ihre Datenabrufe und ein Verrechnungskonto.
  3. Belegeingang bündeln: Lieferanten auf die E-Mail-Adresse der Gesellschaft umstellen, einen Google-Drive-Ordner verbinden, Papierbelege per Handyfoto erfassen. E-Rechnungen zählen nicht zu den 100 KI-erkannten Belegen, die je Gesellschaft und Monat enthalten sind.
  4. Regeln für wiederkehrende Zahlungen anlegen – Miete, Versicherungen, Leasing, Telefon – nach Gegenpartei, Text, IBAN oder Betragsspanne, bei Bedarf mit Ausschlussmuster. Die Vorschau zeigt, welche Buchungen eine Regel treffen würde; es gilt der erste Treffer.
  5. Grenzen festlegen: unter „KI & Buchungsfreigaben“ prüfen, ob Quellen, Betragsgrenze und Mindestsicherheit zu Ihrem Freigabeablauf passen. Für Eingangsrechnungen und SEPA-Zahlläufe steht zusätzlich eine Vier-Augen-Freigabe bereit.
  6. Prüfroutine einplanen: die Prüfliste einmal pro Woche leeren. Der Prüfkatalog zeigt Nullzeilen, ungeklärte Konten, fehlende Nachweise und die Trefferquote je Vorschlagsquelle über 90 Tage.
  7. Ereignisse automatisieren: Wenn-Dann-Regeln lösen etwa bei einem Geldeingang über einer Schwelle oder einer lange offenen Rechnung eine Aufgabe, eine E-Mail oder einen Webhook aus; geprüft wird stündlich.

Automatisierung ändert die gesetzlichen Pflichten nicht: Buchungen müssen weiterhin einzeln, vollständig, richtig, zeitgerecht und geordnet sein (§ 146 Abs. 1 AO), und keine Buchung darf so verändert werden, dass ihr ursprünglicher Inhalt nicht mehr feststellbar ist (§ 146 Abs. 4 AO). Halten Sie deshalb fest, welche Regeln und Automatik-Grenzen gelten – sie gehören in die Verfahrensdokumentation Ihrer Buchführung.

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Häufige Fragen

Kurz und konkret zu Produkt, Ablauf und Einsatzbereich.

Automatisierte Buchhaltung beschreibt einen durchgängigen Prozess: Belege werden per KI erfasst, Bankumsätze importiert und vorkontiert, offene Posten automatisch ausgeglichen, und am Ende entsteht ohne Medienbruch die Summen- und Saldenliste, aus der der HGB-Jahresabschluss gebaut wird. Es ist kein einzelnes Feature, sondern eine zusammenhängende Kette vom Beleg bis zum Abschluss.

Nein — und das ist Absicht. Automatisiert sind die Routineschritte: Belege lesen, Bankumsätze einlesen, Kontierungen vorschlagen, gleiche Posten ausgleichen, Listen erzeugen. Die Bestätigung von Buchungen, die Klärung von Sonderfällen und die finale Kontrolle bleiben bei Ihnen. Die KI macht Vorschläge, Sie geben frei.

Automatisch: Belegerfassung (Lieferant, Beträge, USt), Bankimport via finAPI, Ponto, Qonto Direct oder Datei, Vorkontierung mit SKR-Konto und Steuerschlüssel, Abgleich von Beleg und Bankbuchung, Erzeugung der Summen- und Saldenliste. Bestätigung/Kontrolle: jede einzelne Buchung vor der Festschreibung, mehrdeutige Umsatzsteuer-Fälle und ungewöhnliche Geschäftsvorfälle.

Qualitativ ja: Die zeitintensiven Routinen — Belege abtippen, Konten suchen, Bankumsätze einzeln zuordnen, die Saldenliste manuell aufbereiten — entfallen weitgehend. Konkrete Stundenangaben hängen vom Belegvolumen ab; den größten Effekt sehen Gesellschaften mit vielen wiederkehrenden Bank- und Belegvorgängen.

Sie geht weiter. Die automatisch erzeugte Summen- und Saldenliste ist genau die, die der HGB-Jahresabschluss erwartet. Daraus entstehen Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht — im Buchhaltungs-Abo enthalten — und auf Wunsch die ERiC-validierte E-Bilanz (20 € pro Wirtschaftsjahr), ohne erneuten Export oder Datenübergabe.

Den automatisierten Prozess selbst sehen

Verbinden Sie ein Bankkonto und laden Sie Belege hoch — beobachten Sie, wie Vorkontierung, offene Posten und Saldenliste ohne Medienbruch zusammenfließen.