Jahresabschluss.io
ENAnmeldenRegistrieren →

Abschluss aus BuchhaltungsButler

BuchhaltungsButler Jahresabschluss: was der Bereich „Abschluss“ liefert und was die GmbH zusätzlich braucht

BuchhaltungsButler erstellt laut Hilfe-Center im Bereich „Abschluss“ eine Summen- und Saldenliste, eine Gewinn- und Verlustrechnung in den HGB-Gliederungen, eine Bilanz zu Anschauungszwecken und seit Oktober 2026 einen Anlagenspiegel. Einen Anhang, einen Lagebericht oder eine Fassung für die Offenlegung beschreibt der Hersteller nicht. Diese Seite zeigt, welche Teile eines handelsrechtlichen Jahresabschlusses aus BuchhaltungsButler kommen, welche Buchungen vor dem Export stehen müssen und wie der vollständige Abschluss hier aus der exportierten Saldenliste entsteht.

In der Software: Jahresabschluss.io erstellt Bilanz, GuV, Anhang und Lagebericht nach HGB aus der Saldenliste und erzeugt die Einreichungsdatei für das Unternehmensregister.

Stand: 2026-11-01

Der Bereich „Abschluss“ in BuchhaltungsButler laut Hilfe-Center

Angaben laut Hilfe-Center und Preisseite von BuchhaltungsButler, Stand: 1. November 2026.

Im Bereich „Abschluss“ erzeugt BuchhaltungsButler die Summen- und Saldenliste unter dem Punkt „SuSa-Liste/Kontoblätter“. Jedes Konto lässt sich zum Kontenblatt aufklappen, die Liste geht als CSV- oder Excel-Datei aus dem Programm. Daneben steht die Gewinn- und Verlustrechnung in drei Gliederungen: nach § 275 Abs. 2 HGB, verkürzt für kleine und mittelgroße Gesellschaften nach § 276 HGB und für Kleinstgesellschaften nach § 275 Abs. 5 HGB, auf Wunsch mit Vorjahresvergleich, Prozentangaben und Kontennachweis. Ein Umsatzkostenverfahren nennt die Hilfe nicht.

Die Bilanz erzeugt BuchhaltungsButler nach eigener Formulierung „zu Anschauungszwecken“. Voraussetzung ist, dass unter „Einstellungen → Steuerliche Einstellungen → Besteuerung“ die Bilanz als Gewinnermittlungsart gewählt ist. Auf der Preisseite ist die Bilanz in den Tarifen Smart und Premium enthalten, nicht in Light; Light beschreibt der Hersteller als Arbeitsteilung, bei der Sie vorbuchen und Ihre Steuerberatung abschließt. Seit dem 23. Oktober 2026 kommt der Anlagenspiegel unter „Abschluss → Auswerten & Exportieren“ hinzu, erzeugt aus der Anlagenverwaltung.

Für Abschlussbuchungen nennt die Preisseite einen „Profi-Modus“, in dem alle Buchungen und Umbuchungen möglich sind, die ein Jahresabschluss braucht. Gebucht werden sie laut Hilfe unter „Erweitert“, wo alle Vorgänge ohne Zahlung und ohne Beleg landen, etwa Rückstellungen und Rechnungsabgrenzungen. Eine Funktion für Anhang, Lagebericht, Feststellung oder Offenlegung findet sich in den 174 Artikeln des Hilfe-Centers nicht.

Bestandteile des HGB-Abschlusses und wo sie entstehen

Gesetz: gesetze-im-internet.de; BuchhaltungsButler laut Hilfe-Center, Stand: 1. November 2026.

Jahresabschluss einer Kapitalgesellschaft: BuchhaltungsButler und hier
BestandteilRechtsgrundlageBuchhaltungsButler laut HilfeHier aus der Saldenliste
Bilanz§ 266 HGB, verkürzt für kleine und KleinstgesellschaftenBilanz zu Anschauungszwecken im Bereich „Abschluss“ (Smart, Premium)Gliederung nach Größenklasse, Vorjahresspalte, Prüfung der Summen
Gewinn- und Verlustrechnung§ 275 HGB, Erleichterung § 276 HGBFormate § 275 Abs. 2, § 276, § 275 Abs. 5 HGBGesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren, Rohergebnis nach § 276 HGB
Anhang§§ 284 bis 288 HGBin der Hilfe nicht beschriebenPflichtangaben nach Rechtsform und Größenklasse, Sie ergänzen und bestätigen
Angaben unter der Bilanz statt Anhang§ 264 Abs. 1 Satz 5 HGBin der Hilfe nicht beschriebenfür Kleinstgesellschaften, die auf den Anhang verzichten
Lagebericht§ 289 HGB, Pflicht für mittelgroße und großein der Hilfe nicht beschriebenFragebogen und KI-Entwurf, vollständig bearbeitbar
Anlagenspiegel§ 284 Abs. 3 HGB, befreit nach § 288 Abs. 1 HGB für kleine„Abschluss → Auswerten & Exportieren → Anlagenspiegel“, PDF oder CSVAngabe im Anhang, soweit die Größenklasse sie verlangt
Offenlegungsfassung§§ 325, 326 HGBin der Hilfe nicht beschriebenXML-Einreichungsdatei, reduziert auf den Offenlegungsumfang

Abschlussbuchungen, die vor dem Export in BuchhaltungsButler stehen müssen

Nach dem Export ändert sich die Datei nicht mehr mit. Diese Punkte beschreibt die BuchhaltungsButler-Hilfe selbst.

  • Abschreibungen: Die Anlagenverwaltung bucht sie monatlich; Sammelposten löst sie einmal jährlich zum Jahresende auf. Wer ohne Anlagenverwaltung arbeitet, bucht die AfA zum 31.12. unter „Erweitert“.
  • Rechnungsabgrenzung und Rückstellungen: ebenfalls unter „Erweitert“, etwa die im Dezember gezahlte Januarmiete als aktiver Rechnungsabgrenzungsposten.
  • Umsatzsteuer: Die Hilfe empfiehlt, die Vorauszahlungen für Dezember (und bei Dauerfristverlängerung für November) zum 31.12. von 1780 auf 1789 (SKR03) bzw. von 3820 auf 3840 (SKR04) abzugrenzen.
  • Bestätigung: In alle Auswertungen fließen nur bestätigte Buchungen ein. Offene Buchungsvorschläge fehlen in Saldenliste, GuV und Bilanz.
  • Neu erzeugen: Nach jeder weiteren Buchung Saldenliste und Bilanz erneut generieren, sonst zeigt der Export einen älteren Stand.
  • Festschreiben: Nach dem endgültigen Export den Zeitraum festschreiben, damit Saldenliste und Abschluss dauerhaft übereinstimmen.
  • Vorjahr: Die Bilanz meldet Integritätsprobleme, wenn der Gewinnvortrag des Vorjahres fehlt. Er wird laut Hilfe zum 01.01. manuell von 9000 auf 860 (SKR03) bzw. 2970 (SKR04) gebucht.

Rechenbeispiel: Größenklasse und Rücklage einer UG

Beispiel: Eine UG (haftungsbeschränkt) bucht in BuchhaltungsButler im Tarif Smart und schließt das Geschäftsjahr 2025 zum 31.12. ab. Laut Saldenliste beträgt die Bilanzsumme 310.000 €, die Umsatzerlöse 640.000 €, beschäftigt waren im Jahresdurchschnitt sechs Arbeitnehmer. Zum Vorjahresstichtag lagen die Werte bei 290.000 € Bilanzsumme, 980.000 € Umsatz und sieben Arbeitnehmern.

Nach § 267a Abs. 1 HGB ist eine Kleinstkapitalgesellschaft, wer mindestens zwei der drei Merkmale 450.000 € Bilanzsumme, 900.000 € Umsatzerlöse und zehn Arbeitnehmer nicht überschreitet. 2025 überschreitet die UG keines, 2024 nur den Umsatz. Weil § 267 Abs. 4 HGB auf zwei aufeinanderfolgende Stichtage abstellt, bleibt sie kleinst: verkürzte Bilanz nach § 266 Abs. 1 Satz 4 HGB, verkürzte GuV nach § 275 Abs. 5 HGB, auf Wunsch Angaben unter der Bilanz statt Anhang.

Der Jahresüberschuss beträgt 18.400 €, aus dem Vorjahr besteht ein Verlustvortrag von 2.000 €. § 5a Abs. 3 GmbHG verlangt, ein Viertel des um den Verlustvortrag geminderten Jahresüberschusses in die gesetzliche Rücklage einzustellen: (18.400 € − 2.000 €) × 1/4 = 4.100 €. Diese Rücklage muss in der Bilanz stehen, auch in der Fassung für die Hinterlegung. Wer sie in BuchhaltungsButler unter „Erweitert“ bucht, hat sie bereits in der exportierten Saldenliste.

Vom SuSa-Export zum festgestellten Abschluss

  • Saldenliste erzeugen: In BuchhaltungsButler unter „Abschluss → SuSa-Liste/Kontoblätter“ das ganze Geschäftsjahr wählen, „Alle Konten“ belassen, generieren und als Excel-Datei exportieren. Beim CSV-Export liefert BuchhaltungsButler ein ZIP-Archiv; hochzuladen ist daraus nur die Übersichtsdatei der SuSa-Liste, nicht die Kontenblätter. Vorher prüfen, ob die Eröffnungswerte im Feld „Saldo zum 01.01.“ zur Schlussbilanz des Vorjahres passen.
  • Hochladen: Die Datei hier in den Jahresabschluss laden. Enthält die Excel-Datei ein Blatt je Konto, wählen Sie im Dialog „Tabellenblatt auswählen“ die Übersicht mit der Saldenliste. Haben Sie BuchhaltungsButler als bisheriges Programm gewählt, ist der Kontenrahmen SKR03 vorbelegt; wer dort mit SKR04 bucht, stellt ihn um.
  • Zuordnen: Die Software schlägt für jedes Konto den HGB-Posten vor. Sie prüfen die Vorschläge, offene Konten bleiben sichtbar, bis jemand sie bewusst entscheidet.
  • Größenklasse: Aus Bilanzsumme, Umsatz und Arbeitnehmern beider Stichtage ergibt sich die Größenklasse nach § 267 und § 267a HGB – und damit Gliederung, Anhangumfang und Offenlegungsumfang.
  • Bestandteile: Bilanz, GuV nach Gesamtkosten- oder Umsatzkostenverfahren, Anhang oder Angaben unter der Bilanz und bei mittelgroßen und großen Gesellschaften der Lagebericht aus Fragebogen und Entwurf.
  • Freigabe und Feststellung: Sie geben die Fassung frei; aufstellen, unterschreiben und feststellen lassen bleibt bei der Geschäftsführung und den Gesellschaftern.
  • Kosten: Der erste Jahresabschluss ist kostenlos, einmal je Konto. Danach kostet er 250 € (kleinst), 500 € (klein), 2.500 € (mittelgroß) oder 5.000 € (groß) je Geschäftsjahr.

Wann der BuchhaltungsButler-Abschluss genügt – und wann die Kanzlei abschließt

Ihre Kanzlei schließt ohnehin ab

Das ist das Leitbild des Tarifs Light: Sie buchen vor, die Steuerberatung bucht den Abschluss über den kostenfreien Steuerberater-Zugang oder übernimmt die Buchungen im Kanzlei Software-Format. Dann brauchen Sie hier nichts – BuchhaltungsButler liefert der Kanzlei alles Nötige.

Interne Zwischenstände

Für Monats- oder Quartalsbilder genügen BWA, GuV mit Vorjahresvergleich und die Bilanz zu Anschauungszwecken aus BuchhaltungsButler. Ein Anhang ist dafür nicht nötig.

Einnahmen-Überschuss-Rechner

Wer nicht bilanziert, braucht keinen HGB-Abschluss. BuchhaltungsButler bietet die amtliche Anlage EÜR als Zusatzfunktion mit eigener Übermittlung, laut Hilfe für die Wirtschaftsjahre 2023 bis 2025.

GmbH oder UG stellt selbst auf

Dann fehlen nach der Hilfe von BuchhaltungsButler Anhang, Lagebericht und Offenlegungsfassung. Hier entstehen sie aus derselben Saldenliste – allein oder gemeinsam mit Ihrer Kanzlei, die im Arbeitsbereich mitprüfen kann.

Häufige Fragen

Erstellt BuchhaltungsButler einen vollständigen Jahresabschluss?

Laut Hilfe-Center erzeugt BuchhaltungsButler Saldenliste, GuV in HGB-Gliederungen, eine Bilanz zu Anschauungszwecken und den Anlagenspiegel. Anhang, Lagebericht und Offenlegungsfassung beschreibt der Hersteller nicht. Für eine Kapitalgesellschaft gehören sie nach § 264 Abs. 1 HGB je nach Größenklasse dazu.

Welcher BuchhaltungsButler-Tarif ist für den Abschluss nötig?

Die Saldenliste ist laut Preisseite in allen Tarifen enthalten, die Bilanz-Auswertung erst ab Smart. Für den Abschluss hier genügt die Saldenliste; die Bilanz aus BuchhaltungsButler eignet sich zum Abgleich der Summen.

Muss ich in BuchhaltungsButler vorher alles festschreiben?

Für den Export nicht, für die Nachvollziehbarkeit schon. Die Hilfe empfiehlt, nach dem Export festzuschreiben. Ändert sich danach etwas, laden Sie hier eine neue Saldenliste hoch; sie ersetzt die bisherige, es entsteht keine zweite.

Wird die Gliederung von BuchhaltungsButler übernommen?

Nein, übernommen werden Konten und Salden. Die Zuordnung zu den HGB-Posten schlägt die Software selbst vor, Sie bestätigen sie. So passt die Gliederung zur festgestellten Größenklasse, auch wenn in BuchhaltungsButler eine andere GuV-Variante eingestellt war.

Kann meine Steuerkanzlei den Abschluss hier prüfen?

Ja. Kanzleien können im Arbeitsbereich mitarbeiten, kommentieren und freigeben. Feststellung und Unterschrift bleiben bei der Geschäftsführung und den Gesellschaftern; eine Steuer- oder Rechtsberatung ersetzt die Software nicht.

Was kostet der Jahresabschluss aus BuchhaltungsButler-Daten?

Der erste Jahresabschluss ist kostenlos, einmal je Konto. Danach gelten je Geschäftsjahr 250 €, 500 €, 2.500 € oder 5.000 € nach Größenklasse. Wer die Buchhaltung hierher holt, hat im Gesamtpaket ab 125 € im Monat je Gesellschaft einen Abschluss je zwölf Monate enthalten.

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

Vom selben Anbieter: Jahresabschluss nach HGB – der komplette Leitfaden auf jahresabschluss.io.