konzernabschluss.io
ENAnmeldenRegistrieren →

Kapitalflussrechnung

Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21: Mindestgliederung und ein durchgerechnetes Beispiel mit Unternehmenserwerb

Die Konzernkapitalflussrechnung erklärt, warum ein Konzern am Jahresende mehr oder weniger flüssige Mittel hat als zu Beginn. Diese Seite zeigt die Mindestgliederung nach DRS 21 in der seit 2023 geltenden Fassung und leitet ein Beispiel vollständig aus zwei Konzernbilanzen und einer Konzern-GuV her.

Stand: 2026-10-23

Rechtsgrundlage: § 297 HGB und DRS 21

Nach § 297 Abs. 1 HGB besteht der Konzernabschluss aus Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel. Den Aufbau der Kapitalflussrechnung regelt nicht das Gesetz, sondern DRS 21. Weil das Bundesministerium der Justiz den Standard bekannt gemacht hat, wird bei seiner Beachtung vermutet, dass die Konzernrechnungslegung den Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung entspricht (§ 342q Abs. 2 HGB). Er gilt für jedes Mutterunternehmen, das nach § 290 HGB — auch in Verbindung mit § 264a HGB — einen Konzernabschluss aufstellt (Tz. 3).

Verlangt sind Staffelform mit mindestens der Mindestgliederung (Tz. 21) und Stetigkeit (Tz. 23). Vergleichszahlen der Vorperiode werden nur empfohlen (Tz. 22). Ableiten lässt sich die Rechnung aus Konzernbilanz und Konzern-GuV mit Zusatzinformationen oder durch Konsolidierung der Kapitalflussrechnungen der einbezogenen Unternehmen (Tz. 11). Zuletzt geändert hat sie DRÄS 13 (BAnz AT 27.07.2023 B3) für Geschäftsjahre, die nach dem 31.12.2022 beginnen: Zuschüsse, Cash-Pool-Salden und der beim Kauf oder Verkauf einer Tochter übernommene oder abgegebene Finanzmittelfonds sind seitdem ausdrücklich geregelt.

Die Mindestgliederung nach DRS 21 bei indirekter Methode

Schema II der Anlage 1 in der Fassung nach DRÄS 13 mit 47 Zeilen; gleichartige Zeilen sind hier zusammengefasst.

Mindestgliederung der Konzernkapitalflussrechnung (indirekte Darstellung der laufenden Geschäftstätigkeit)
ZeileInhaltHinweis
1Periodenergebnis (Konzernjahresüberschuss/-fehlbetrag einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter)vor Abzug der Minderheiten
2+/− Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögensauch Firmenwertabschreibung
3+/− Zunahme/Abnahme der Rückstellungenim Beispiel ohne Steuerrückstellungen
4+/− Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/Erträge
5−/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und anderer Aktivaohne Zugänge neuer Töchter
6+/− Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und anderer Passivaebenso
7−/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens
8, 9+/− Zinsaufwendungen/Zinserträge, − sonstige BeteiligungserträgeZahlungen in Zeile 28, 29, 39
10, 12, 13Aufwendungen/Erträge sowie Ein- und Auszahlungen aus außergewöhnlichen Posten
11, 14+/− Ertragsteueraufwand/-ertrag, −/+ ErtragsteuerzahlungenTz. 18
15= Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
16–21Einzahlungen aus Abgängen und Auszahlungen für Investitionen in immaterielles, Sach- und Finanzanlagevermögenunsaldiert
22, 23+ Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis, − Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreisabzüglich Fonds der Tochter, Tz. 43
24–27Ein- und Auszahlungen aus kurzfristiger Finanzdisposition und aus außergewöhnlichen Posten
28, 29+ Erhaltene Zinsen, + Erhaltene DividendenTz. 44
30= Cashflow aus der Investitionstätigkeit
31–34Eigenkapitalzuführungen und -herabsetzungen, getrennt nach Gesellschaftern des Mutterunternehmens und anderen Gesellschaftern
35, 36+ Aufnahme, − Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Kreditenbrutto
37, 38Ein- und Auszahlungen aus außergewöhnlichen Posten
39–41− Gezahlte Zinsen, − Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens, − Dividenden an andere GesellschafterTz. 48
42= Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
43Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds (Zeilen 15, 30, 42)
44, 45+/− Wechselkurs- und bewertungsbedingte sowie konsolidierungskreisbedingte Änderungen des Fondsohne Zahlung
46, 47+ Finanzmittelfonds am Anfang, = Finanzmittelfonds am Ende der Periode

Was zum Finanzmittelfonds gehört

In den Finanzmittelfonds gehören nur Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente (Tz. 33). Äquivalente sind als Liquiditätsreserve gehaltene, äußerst liquide Mittel mit unwesentlichen Wertschwankungsrisiken und höchstens drei Monaten Restlaufzeit im Erwerbszeitpunkt (Tz. 9). Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten, andere kurzfristige Kreditaufnahmen und Cash-Pool-Verbindlichkeiten, die zur Disposition der liquiden Mittel gehören, werden einbezogen und offen abgesetzt (Tz. 34). Cash-Pool-Forderungen gehören nur unter engen Voraussetzungen dazu (Tz. 33a). Kursänderungen bei Beständen in fremder Währung erscheinen gesondert, nicht in einem der drei Cashflows (Tz. 35).

Unter der Kapitalflussrechnung oder im Konzernanhang sind Definition und Zusammensetzung des Fonds anzugeben, bei Abweichung vom Bilanzposten mit rechnerischer Überleitung, außerdem wesentliche zahlungsunwirksame Investitions- und Finanzierungsvorgänge, Fondsbestände quotal einbezogener Unternehmen und verfügungsbeschränkte Bestände (Tz. 52, 53).

Das Beispiel: zwei Konzernbilanzen und eine Konzern-GuV

Frei gewählte, runde Zahlen in Euro. Die M GmbH hält seit Jahren 80 % an der T1 GmbH und erwirbt zum 01.01.2025 alle Anteile an der T2 GmbH.

  • Konzern-GuV 2025: Umsatzerlöse 9.000.000 €, sonstige betriebliche Erträge 30.000 € (Gewinn aus Anlagenabgang), Materialaufwand 4.800.000 €, Personalaufwand 2.400.000 €, Abschreibungen 470.000 € (450.000 € Sachanlagen, 20.000 € Geschäfts- oder Firmenwert), sonstige betriebliche Aufwendungen 700.000 €, Zinserträge 10.000 €, Zinsaufwendungen 60.000 €, Ertragsteuern 180.000 €. Konzernjahresüberschuss 430.000 €, davon 50.000 € nicht beherrschende Anteile (20 % des Jahresüberschusses der T1 von 250.000 €).
  • Erwerb der T2 für 900.000 € in bar. Zugangswerte: Sachanlagen 500.000 €, Vorräte 150.000 €, Forderungen 120.000 €, Bankguthaben 80.000 €, sonstige Rückstellungen 50.000 €, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 100.000 €. Buchwerte gleich Zeitwerten; Reinvermögen 700.000 €, Geschäfts- oder Firmenwert 200.000 €, Nutzungsdauer zehn Jahre.
  • Sachanlagen: Investitionen 400.000 € bar; Verkauf einer Maschine mit Buchwert 70.000 € für 100.000 €.
  • Ausschüttungen: M an ihre Gesellschafter 150.000 €; T1 schüttet 100.000 € aus, davon 80.000 € an M und 20.000 € an den Minderheitsgesellschafter.
  • Bankdarlehen: Aufnahme 800.000 €, Tilgung 250.000 €; Zinsen werden im selben Jahr gezahlt bzw. vereinnahmt.
  • Finanzmittelfonds: Guthaben bei Kreditinstituten abzüglich Kontokorrentkredit, am 31.12.2024 also 400.000 € − 150.000 € = 250.000 €.
Konzernbilanz der M-Gruppe (€)
Posten31.12.202431.12.2025
Geschäfts- oder Firmenwert—180.000
Sachanlagen3.000.0003.380.000
Vorräte800.0001.050.000
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen600.000700.000
Guthaben bei Kreditinstituten400.000440.000
Summe Aktiva4.800.0005.750.000
Gezeichnetes Kapital1.000.0001.000.000
Gewinnrücklagen einschließlich Konzernergebnis1.200.0001.430.000
Nicht beherrschende Anteile300.000330.000
Steuerrückstellungen60.00080.000
Sonstige Rückstellungen140.000210.000
Bankdarlehen1.200.0001.750.000
Kontokorrentkredit, jederzeit fällig150.00050.000
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen750.000900.000
Summe Passiva4.800.0005.750.000

Jede Zeile aus Bilanz und GuV herleiten

Bestandsveränderungen werden um die Zugangswerte der T2 bereinigt, weil diese Posten ohne eigene Zahlung in den Konzern gekommen sind.

Herleitung der Beträge (€)
ZeileRechnungBetrag
1 PeriodenergebnisKonzernjahresüberschuss einschließlich Minderheitenanteil430.000
2 Abschreibungen450.000 Sachanlagen + 20.000 Firmenwert470.000
3 Rückstellungen210.000 − 140.000 − 50.000 Zugang T220.000
5 Vorräte−(1.050.000 − 800.000 − 150.000 Zugang T2)−100.000
5 Forderungen−(700.000 − 600.000 − 120.000 Zugang T2)20.000
6 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen900.000 − 750.000 − 100.000 Zugang T250.000
7 Abgangsgewinn100.000 Erlös − 70.000 Buchwert, abgezogen−30.000
8 Zinsergebnis60.000 Aufwand − 10.000 Ertrag50.000
11 Ertragsteueraufwandlaut Konzern-GuV180.000
14 Ertragsteuerzahlungen180.000 − (80.000 − 60.000) Zunahme der Steuerrückstellungen−160.000
19 Investitionen in SachanlagenProbe: 3.000.000 + 500.000 + 400.000 − 70.000 − 450.000 = 3.380.000−400.000
23 Erwerb der T2900.000 Kaufpreis − 80.000 übernommenes Bankguthaben−820.000
35, 36 BankdarlehenProbe: 1.200.000 + 800.000 − 250.000 = 1.750.000800.000 und −250.000
40 Dividende an Gesellschafter der MProbe: 1.200.000 + 380.000 − 150.000 = 1.430.000−150.000
41 Dividende an MinderheitenProbe: 300.000 + 50.000 − 20.000 = 330.000−20.000

Die Konzernkapitalflussrechnung 2025

Probe: Guthaben bei Kreditinstituten 440.000 € abzüglich Kontokorrentkredit 50.000 € ergibt 390.000 € — derselbe Betrag wie in Zeile 47. Weil der Fonds nicht dem Bilanzposten entspricht, gehört diese Überleitung unter die Kapitalflussrechnung oder in den Konzernanhang (Tz. 52 Buchst. b). Zeilen ohne Betrag sind im Beispiel weggelassen.

Konzernkapitalflussrechnung der M-Gruppe für 2025 (€)
ZeilePostenBetrag
1Periodenergebnis einschließlich Ergebnisanteile anderer Gesellschafter430.000
2Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens470.000
3Zunahme der Rückstellungen20.000
5Zunahme der Vorräte (−100.000) und Abnahme der Forderungen (+20.000)−80.000
6Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen50.000
7Gewinn aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens−30.000
8Zinsaufwendungen abzüglich Zinserträge50.000
11Ertragsteueraufwand180.000
14Ertragsteuerzahlungen−160.000
15Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit930.000
18Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens100.000
19Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen−400.000
23Auszahlungen für Zugänge zum Konsolidierungskreis−820.000
28Erhaltene Zinsen10.000
30Cashflow aus der Investitionstätigkeit−1.110.000
35Einzahlungen aus der Aufnahme von (Finanz-)Krediten800.000
36Auszahlungen aus der Tilgung von (Finanz-)Krediten−250.000
39Gezahlte Zinsen−60.000
40Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens−150.000
41Gezahlte Dividenden an andere Gesellschafter−20.000
42Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit320.000
43Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds140.000
46Finanzmittelfonds am Anfang der Periode250.000
47Finanzmittelfonds am Ende der Periode390.000

Was im Konzern anders ist als im Einzelabschluss

  • Kauf und Verkauf von Töchtern: Anzusetzen ist der gezahlte Kaufpreis abzüglich des übernommenen Finanzmittelfonds, beim Verkauf der erhaltene Preis abzüglich des abgegebenen Fonds, getrennt nach Zu- und Abgängen (Tz. 43). Die übrigen Posten der Tochter kommen ohne Zahlung in die Konzernbilanz und werden aus den Bestandsveränderungen herausgerechnet — sonst erschiene die Zugangsbilanz der T2 als Zunahme von Vorräten und Verbindlichkeiten.
  • Kreisänderung ohne Kauf: Wird eine Tochter ohne Änderung des Anteils erstmals einbezogen, etwa nach bisherigem Verzicht nach § 296 HGB, ist der Zugang ihrer Posten zahlungsunwirksam (Tz. 31); ihre Zahlungsmittel stehen in Zeile 45 (Tz. 36). Zahlungen einer Tochter zählen ab dem Erst- und bis zum Entkonsolidierungszeitpunkt (Tz. 12).
  • Konsolidierungsbuchungen ohne Zahlung: Die Firmenwertabschreibung kostet kein Geld und wird in Zeile 2 hinzugerechnet. Die Dividende der T1 an die M über 80.000 € bleibt im Konzern und erscheint in keiner Zeile, ebenso konzerninterne Darlehen, Zinsen und Lieferungen.
  • Quoten- und Equity-Methode: Quotal einbezogene Unternehmen gehen anteilig ein, nach der Equity-Methode bilanzierte nur mit den Zahlungen zwischen ihnen und dem Konzern sowie mit Kauf- und Verkaufspreisen (Tz. 14).
  • Fremdwährung: Bei Ableitung aus Konzernbilanz und Konzern-GuV wirkt die Währungsumrechnung nur auf die Umrechnungsdifferenz im Fonds (Tz. 13, Zeile 44).

Zinsen, Dividenden und Ertragsteuern zuordnen

Im indirekt dargestellten Teil werden Zinsergebnis und Ertragsteueraufwand zunächst neutralisiert (Zeilen 8 und 11), damit die Zahlungen nur einmal und im richtigen Bereich erscheinen.

Zuordnung nach DRS 21
ZahlungBereichFundstelle
Erhaltene Zinsen und erhaltene DividendenInvestitionstätigkeitTz. 44
Gezahlte ZinsenFinanzierungstätigkeitTz. 48
Gezahlte Dividenden an Gesellschafter des MutterunternehmensFinanzierungstätigkeit, eigene ZeileTz. 48, 50
Dividenden, Kapitalrückzahlungen und andere Ausschüttungen an andere GesellschafterFinanzierungstätigkeit, gesondertTz. 51
Ertragsteuerzahlungenin der Regel laufende Geschäftstätigkeit, gesondertTz. 18
Ertragsteuern, die eindeutig einem Investitions- oder Finanzierungsvorgang zuzurechnen sindInvestitions- oder FinanzierungstätigkeitTz. 19
Investitionszuschüsse der öffentlichen HandInvestitionstätigkeit, gesondertTz. 45a
Zuschüsse von Gesellschaftern in dieser EigenschaftFinanzierungstätigkeitTz. 49a

Was veröffentlichte Konzern-Kapitalflussrechnungen zeigen

Eigene Auswertung von 48 veröffentlichten HGB-Konzernabschlüssen, Stand 22.10.2026.

  • 37 der 43 Kapitalflussrechnungen zeigen neben dem Geschäftsjahr eine Vorjahresspalte — die Empfehlung aus DRS 21 Tz. 22 wird überwiegend befolgt.
  • 42 der 43 stellen den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit indirekt dar, die direkte Methode kommt nicht vor.
  • In 31 der 43 mindern jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten den Finanzmittelfonds.

Ausgewertet sind Konzernabschlüsse großer Familien- und Mittelstandsgruppen aus dem Unternehmensregister, überwiegend der Geschäftsjahre 2022 bis 2025. Die Zahlen beschreiben gelebte Praxis, nicht das Gesetz. 43 der 48 Abschlüsse enthalten eine Kapitalflussrechnung; die übrigen fünf sind Konzernabschlüsse nach dem Publizitätsgesetz.

So geht es mit konzernabschluss.io

  • Finanzmittelfonds aus Ihren Angaben zu Zahlungsmitteläquivalenten und jederzeit fälligen Bankverbindlichkeiten
  • Zu- und Abgänge zum Konsolidierungskreis in gesonderten Zeilen
  • Vorjahresspalte, sobald der Konzernabschluss des Vorjahres auf der Plattform festgeschrieben ist — beim ersten Konzernabschluss auf der Plattform nur das Berichtsjahr (nach DRS 21 Tz. 22 eine Empfehlung)
  • Dazu Konzernbilanz und Konzern-GuV mit Vorjahresspalte sowie der Konzerneigenkapitalspiegel nach dem Schema des DRS 22
  • Einmalig 7.500 € (mittelgroß) oder 12.500 € (groß) je Konzern-Geschäftsjahr, Einrichtung kostenlos, Abrechnung per Rechnung; die Abschlussprüfung ist nicht enthalten

konzernabschluss.io stellt die Konzernkapitalflussrechnung nach dem Mindestgliederungsschema des DRS 21 mit indirekt dargestellter laufender Geschäftstätigkeit auf; die Konzernzahlen dafür kommen aus dem Modul Konsolidierung.

Häufige Fragen

Ist die Konzernkapitalflussrechnung Pflicht?

Ja. Nach § 297 Abs. 1 HGB gehört sie zu jedem HGB-Konzernabschluss, ohne größenabhängige Erleichterung. Greift die größenabhängige Befreiung nach § 293 HGB, entfällt der Konzernabschluss insgesamt.

Muss die Konzernkapitalflussrechnung Vorjahreszahlen enthalten?

Nein. DRS 21 empfiehlt in Tz. 22, Vergleichszahlen der Vorperiode anzugeben, schreibt es aber nicht vor. Wer erstmals nach DRS 21 aufstellt, soll Vorjahresbeträge nur zeigen, wenn sie nach denselben Regeln ermittelt wurden (Tz. 54).

Gehört ein Kontokorrentkredit in den Finanzmittelfonds?

Ja, wenn er jederzeit fällig ist und zur Disposition der liquiden Mittel gehört: Er wird in den Fonds einbezogen und offen abgesetzt (DRS 21 Tz. 34). Ein Darlehen mit fester Laufzeit gehört dagegen in die Finanzierungstätigkeit, Aufnahme und Tilgung jeweils brutto.

Wie erscheint der Kauf einer Tochter in der Kapitalflussrechnung?

In der Investitionstätigkeit als Auszahlung für Zugänge zum Konsolidierungskreis: gezahlter Kaufpreis abzüglich des mit der Tochter übernommenen Finanzmittelfonds (DRS 21 Tz. 43), im Beispiel 900.000 € − 80.000 € = 820.000 €. Ihre Vorräte, Forderungen und Schulden werden aus den Bestandsveränderungen herausgerechnet.

Wo stehen Zinsen und Dividenden nach DRS 21?

Erhaltene Zinsen und Dividenden in der Investitionstätigkeit (Tz. 44), gezahlte Zinsen und Dividenden in der Finanzierungstätigkeit (Tz. 48). Dividenden an Gesellschafter des Mutterunternehmens und an andere Gesellschafter von Töchtern stehen in getrennten Zeilen.

Darf die laufende Geschäftstätigkeit direkt dargestellt werden?

Ja. Für die laufende Geschäftstätigkeit erlaubt DRS 21 die direkte oder die indirekte Methode (Tz. 24); Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden immer direkt gezeigt. Wer indirekt rechnet und nicht vom Periodenergebnis ausgeht, leitet die Ausgangsgröße darauf über (Tz. 41).

Quellen und Rechtsstand

Primärquellen für die zentralen Aussagen dieser Seite. Öffnen Sie im Zweifel immer die aktuelle Fassung.

Konzernkapitalflussrechnung aus Ihren Konzernzahlen

Mindestgliederung nach DRS 21, Finanzmittelfonds aus Ihren Angaben, Zugänge zum Konsolidierungskreis gesondert — als Teil des Konzernabschlusses für einmalig 7.500 € oder 12.500 € je Konzern-Geschäftsjahr. Die Einrichtung ist kostenlos.

Konzern kostenlos einrichten Zur Startseite

konzernabschluss.io ist ein Produkt der MLR Ventures GmbH auf der Plattform jahresabschluss.io. Alle Ratgeber-Seiten zu Konzernabschluss