# Konzernabschluss nach HGB am Beispiel: von drei Einzelbilanzen zu Konzernbilanz und Konzern-GuV

Quelle: https://konzernabschluss.io/ratgeber/konzernabschluss-beispiel

Stand: 2026-10-23

Wie aus den Abschlüssen einer Holding und ihrer Töchter ein Konzernabschluss wird, zeigt sich am besten an Zahlen. Dieses Beispiel rechnet jeden Schritt vollständig durch — von den Einzelbilanzen über die Summenbilanz und drei Konsolidierungsschritte bis zur Konzernbilanz und einer verkürzten Konzern-GuV, bei der jede Summe aufgeht.

## Kurzantwort

Ein Konzernabschluss-Beispiel nach HGB beginnt mit den Einzelabschlüssen von Mutter und Töchtern, die zu Summenbilanz und Summen-GuV addiert werden. Danach werden die Beteiligungen gegen das neubewertete Eigenkapital der Töchter verrechnet (§ 301 HGB), konzerninterne Forderungen und Schulden (§ 303 HGB) sowie Innenumsätze und konzerninterne Zinsen (§ 305 HGB) eliminiert. Im Beispiel mit einer Holding und Töchtern zu 100 % und 80 % entstehen so eine Konzernbilanzsumme von 4.190.000 € und ein Konzernjahresüberschuss von 290.000 €, von dem 40.000 € auf Minderheitsgesellschafter entfallen. Zum vollständigen Konzernabschluss gehören außerdem Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel und Konzernanhang, daneben der Konzernlagebericht.

## Ausgangslage und Vereinfachungen

- Alle drei Gesellschaften haben denselben Stichtag, bilanzieren in Euro und bewerten einheitlich; die Einzelabschlüsse brauchen keine Anpassung an Konzernregeln (§ 300 Abs. 2, § 308 HGB).
- Im Grundstück der T2 stecken zum Erwerbszeitpunkt stille Reserven von 250.000 € (Buchwert 300.000 €, Zeitwert 550.000 €). Grund und Boden wird nicht planmäßig abgeschrieben, die Reserve bleibt deshalb unverändert. Für latente Steuern gilt ein angenommener Steuersatz von 30 %.
- Die H hat der T1 ein Darlehen über 300.000 € gewährt; die Zinsen 2025 betragen 9.000 €.
- Die T1 hat 2025 Waren für 200.000 € an die T2 geliefert, die alles noch im selben Jahr an Kunden außerhalb des Konzerns verkauft hat. Im Lager steckt also kein Zwischengewinn.
- Die Töchter schütten 2025 nichts aus. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird über eine angenommene Nutzungsdauer von zehn Jahren abgeschrieben.

Die H GmbH ist eine Holding. Die T1 GmbH hat sie selbst gegründet und hält alle Anteile; der Beteiligungsbuchwert von 500.000 € entspricht dem eingezahlten Stammkapital. An der T2 GmbH hat sie am 31.12.2024 80 % für 1.200.000 € erworben. Aufgestellt wird der Konzernabschluss zum 31.12.2025, dem ersten Stichtag nach dem Erwerb. Alle Zahlen sind frei gewählt.

## Schritt 1: Einzelbilanzen und Summenbilanz

Die Abschlüsse der einbezogenen Unternehmen werden zusammengefasst (§ 300 Abs. 1 HGB), zunächst Posten für Posten addiert. In der Summenbilanz steht damit alles, was doppelt oder konzernintern ist: die Beteiligungen der H neben dem Eigenkapital der Töchter und die Ausleihung der H neben der Verbindlichkeit der T1.

Einzelbilanzen und Summenbilanz zum 31.12.2025 (€)

| Posten | H GmbH | T1 GmbH | T2 GmbH | Summenbilanz |
| --- | --- | --- | --- | --- |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.700.000 | — | — | 1.700.000 |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 300.000 | — | — | 300.000 |
| Sachanlagen | — | 900.000 | 1.100.000 | 2.000.000 |
| Vorräte | — | 300.000 | 400.000 | 700.000 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | — | 250.000 | 300.000 | 550.000 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 250.000 | 150.000 | 200.000 | 600.000 |
| Summe Aktiva | 2.250.000 | 1.600.000 | 2.000.000 | 5.850.000 |
| Gezeichnetes Kapital | 1.000.000 | 500.000 | 400.000 | 1.900.000 |
| Gewinnrücklagen | 700.000 | 200.000 | 800.000 | 1.700.000 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag 2025 | −50.000 | 150.000 | 200.000 | 300.000 |
| Rückstellungen | 50.000 | 100.000 | 150.000 | 300.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 550.000 | — | 250.000 | 800.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | — | 300.000 | — | 300.000 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | — | 350.000 | 200.000 | 550.000 |
| Summe Passiva | 2.250.000 | 1.600.000 | 2.000.000 | 5.850.000 |

## Schritt 2: Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode

- Erstkonsolidierungsbuchung für die T2, die in jedem Konzernabschluss wiederholt wird: gezeichnetes Kapital 400.000 €, Gewinnrücklagen 800.000 €, Sachanlagen 250.000 € und Geschäfts- oder Firmenwert 100.000 € im Soll (zusammen 1.550.000 €) an Anteile an verbundenen Unternehmen 1.200.000 €, passive latente Steuern 75.000 € und nicht beherrschende Anteile 275.000 € im Haben (zusammen 1.550.000 €).
- Auf den Geschäfts- oder Firmenwert selbst werden keine latenten Steuern gebildet (§ 306 Satz 3 HGB).

Die Beteiligungen werden mit dem anteiligen Eigenkapital der Töchter verrechnet (§ 301 HGB). Bei der T1 genügt eine Buchung: gezeichnetes Kapital 500.000 € an Anteile an verbundenen Unternehmen 500.000 €. Ein Unterschiedsbetrag entsteht nicht, und die Gewinnrücklagen der T1 von 200.000 € wurden nach der Gründung im Konzern erwirtschaftet; sie bleiben stehen. Bei der T2 wird das Eigenkapital zum Erwerbszeitpunkt neu bewertet (§ 301 Abs. 1 Satz 2 HGB), und zwar für die ganze Tochter einschließlich des Anteils der Minderheit.

Unterschiedsbetrag und Minderheitenanteil der T2 (€)

| Rechnung | Betrag |
| --- | --- |
| Eigenkapital der T2 am 31.12.2024 zu Buchwerten (400.000 + 800.000) | 1.200.000 |
| + stille Reserven im Grundstück | 250.000 |
| − passive latente Steuern darauf (30 %) | −75.000 |
| = neubewertetes Eigenkapital | 1.375.000 |
| davon 80 % für die H | 1.100.000 |
| davon 20 % nicht beherrschende Anteile | 275.000 |
| Kaufpreis und Beteiligungsbuchwert | 1.200.000 |
| Geschäfts- oder Firmenwert (1.200.000 − 1.100.000) | 100.000 |

## Schritt 3: Folgekonsolidierung im Jahr 2025

- Abschreibung des Geschäfts- oder Firmenwerts: 100.000 € / 10 Jahre = 10.000 €. Sie mindert das Konzernergebnis und trifft nur die Gesellschafter der H, weil der Firmenwert nur für ihren Anteil angesetzt ist.
- Stille Reserven im Grundstück und die latenten Steuern darauf bleiben unverändert, solange das Grundstück im Konzern ist.
- Ergebnisanteil der Minderheit: 20 % des Jahresüberschusses der T2 von 200.000 € = 40.000 €. Die nicht beherrschenden Anteile steigen auf 315.000 € — genau 20 % des fortgeschriebenen neubewerteten Eigenkapitals von 1.575.000 € (1.375.000 + 200.000).

## Schritt 4 und 5: Schulden- sowie Aufwands- und Ertragskonsolidierung

Schuldenkonsolidierung (§ 303 HGB): Ausleihung der H und Verbindlichkeit der T1 betreffen dasselbe Darlehen über 300.000 € — im Konzern ein Geschäft mit sich selbst. Buchung: Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 300.000 € an Ausleihungen an verbundene Unternehmen 300.000 €. Weil beide Seiten gleich hoch sind, bleibt keine Aufrechnungsdifferenz.

Aufwands- und Ertragskonsolidierung (§ 305 HGB): Die Umsatzerlöse der T1 aus der Lieferung an die T2 werden mit dem Materialaufwand der T2 verrechnet (200.000 €), die Zinserträge der H mit dem Zinsaufwand der T1 (9.000 €). Beide Buchungen lassen das Konzernergebnis unverändert; sie verhindern, dass Umsatz und Aufwand des Konzerns aufgebläht erscheinen. Läge ein Teil der Ware am Stichtag noch bei der T2, käme die Zwischenergebniseliminierung nach § 304 HGB hinzu.

## Ergebnis: die Konzernbilanz zum 31.12.2025

Das Konzerneigenkapital beträgt 2.465.000 € (1.000.000 + 900.000 + 250.000 + 315.000), die Eigenkapitalquote rund 58,8 %. Die nicht beherrschenden Anteile stehen gesondert innerhalb des Eigenkapitals (§ 307 Abs. 1 HGB). Im Konzernjahresüberschuss sind 10.000 € Firmenwertabschreibung und 40.000 € Minderheitenanteil abgezogen.

Von der Summenbilanz zur Konzernbilanz (€)

| Posten | Summenbilanz | Konsolidierung | Konzernbilanz |
| --- | --- | --- | --- |
| Geschäfts- oder Firmenwert | — | +90.000 | 90.000 |
| Sachanlagen | 2.000.000 | +250.000 | 2.250.000 |
| Anteile an verbundenen Unternehmen | 1.700.000 | −1.700.000 | — |
| Ausleihungen an verbundene Unternehmen | 300.000 | −300.000 | — |
| Vorräte | 700.000 |  | 700.000 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 550.000 |  | 550.000 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 600.000 |  | 600.000 |
| Summe Aktiva | 5.850.000 | −1.660.000 | 4.190.000 |
| Gezeichnetes Kapital | 1.900.000 | −900.000 | 1.000.000 |
| Gewinnrücklagen | 1.700.000 | −800.000 | 900.000 |
| Konzernjahresüberschuss der Gesellschafter der H | 300.000 | −50.000 | 250.000 |
| Nicht beherrschende Anteile | — | +315.000 | 315.000 |
| Rückstellungen | 300.000 |  | 300.000 |
| Passive latente Steuern | — | +75.000 | 75.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 800.000 |  | 800.000 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 300.000 | −300.000 | — |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 550.000 |  | 550.000 |
| Summe Passiva | 5.850.000 | −1.660.000 | 4.190.000 |

## Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung 2025

Gesamtkostenverfahren, verkürzt auf die Posten des Beispiels.

Der Konzernjahresüberschuss von 290.000 € liegt um 10.000 € unter der Summe der Einzelergebnisse — genau die Firmenwertabschreibung; alle übrigen Buchungen des Beispiels sind ergebnisneutral. Den Anteil der Minderheit zeigt die Konzern-GuV nach dem Jahresüberschuss gesondert (§ 307 Abs. 2 HGB).

Einzel-GuVs, Konsolidierung und Konzern-GuV 2025 (€)

| Posten | H | T1 | T2 | Summe | Konsolidierung | Konzern |
| --- | --- | --- | --- | --- | --- | --- |
| Umsatzerlöse | — | 2.000.000 | 3.000.000 | 5.000.000 | −200.000 | 4.800.000 |
| Materialaufwand | — | −1.100.000 | −1.800.000 | −2.900.000 | +200.000 | −2.700.000 |
| Personalaufwand | — | −450.000 | −600.000 | −1.050.000 |  | −1.050.000 |
| Abschreibungen | — | −100.000 | −150.000 | −250.000 | −10.000 | −260.000 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | −40.000 | −125.000 | −145.000 | −310.000 |  | −310.000 |
| Erträge aus Ausleihungen | 9.000 | — | — | 9.000 | −9.000 | — |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | −19.000 | −9.000 | −15.000 | −43.000 | +9.000 | −34.000 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | — | −66.000 | −90.000 | −156.000 |  | −156.000 |
| Jahresüberschuss/-fehlbetrag | −50.000 | 150.000 | 200.000 | 300.000 | −10.000 | 290.000 |
| Nicht beherrschende Anteile |  |  |  |  |  | −40.000 |
| Konzernjahresüberschuss der Gesellschafter der H |  |  |  |  |  | 250.000 |

## Was außerdem zum Konzernabschluss gehört

- Kapitalflussrechnung nach DRS 21: Sie braucht zusätzlich die Konzernbilanz des Vorjahres. Wie sie aus zwei Konzernbilanzen und einer GuV entsteht, einschließlich Unternehmenserwerb, zeigt der Ratgeber zur Konzernkapitalflussrechnung.
- Eigenkapitalspiegel nach DRS 22: Hier würde er unter anderem den Minderheitenanteil von 40.000 € und den Konzernjahresüberschuss von 250.000 € fortschreiben; Schema und ein Beispiel mit Währungsdifferenz stehen im Ratgeber zum Konzerneigenkapitalspiegel.
- Konzernanhang nach §§ 313, 314 HGB: unter anderem Konsolidierungsmethoden, Anteilsbesitz mit beiden Töchtern, Abschreibungsdauer des Firmenwerts (§ 314 Abs. 1 Nr. 20 HGB) und latente Steuern.
- Konzernlagebericht nach § 315 HGB und DRS 20: Geschäftsverlauf und Lage, voraussichtliche Entwicklung mit wesentlichen Chancen und Risiken.
- Danach folgen Prüfung (§ 316 Abs. 2 HGB), Billigung und Offenlegung beim Unternehmensregister spätestens zwölf Monate nach dem Stichtag (§ 325 Abs. 3 i. V. m. Abs. 1a HGB).
- Zum Vergleich mit der Praxis: In allen 48 von uns ausgewerteten veröffentlichten HGB-Konzernabschlüssen enthält der Konzernanhang einen Konzernanlagenspiegel und das Honorar des Abschlussprüfers; eine Segmentberichterstattung enthält keiner.

Konzernbilanz und Konzern-GuV sind nur ein Teil. Nach § 297 Abs. 1 HGB gehören zum Konzernabschluss auch Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel; daneben stellt die Mutter einen Konzernlagebericht auf (§ 290 Abs. 1 HGB). Mit den Zahlen dieses Beispiels läge die Gruppe bei Bilanzsumme und Umsatzerlösen weit unter den Grenzen des § 293 HGB und wäre befreit, wenn das an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen so bleibt — die Beträge sind bewusst klein, die Schritte bei jeder Größe dieselben.

## So geht es mit konzernabschluss.io

- Konzernbilanz und Konzern-GuV nach § 298 Abs. 1 i. V. m. §§ 266, 275 HGB, Gesamt- oder Umsatzkostenverfahren, mit Vorjahresspalte, Davon-Vermerken und Restlaufzeiten
- Kapitalflussrechnung nach DRS 21 und Eigenkapitalspiegel nach DRS 22, mit dem Vorjahr, sobald der Konzernabschluss des Vorjahres auf der Plattform festgeschrieben ist
- Konzernanhang mit 37 Abschnitten zu §§ 313, 314 HGB je nach Konzern, Anteilsbesitz als Liste und Konzern-Anlagenspiegel; im Konzernlagebericht sind Kennzahlen eingesetzt, Risiken, Chancen und Prognose schreiben Sie selbst
- Fristen nach § 290 Abs. 1 und § 325 HGB, Aufstellung mit Unterzeichnern, Bestätigungsvermerk, Billigung je Rechtsform; Layout-XML zum Herunterladen, die Sie selbst beim Unternehmensregister hochladen
- Festpreis je Konzern-Geschäftsjahr: 7.500 € für mittelgroße, 12.500 € für große Konzerne; die Einrichtung kostet nichts, die Abschlussprüfung gehört nicht dazu

Mit konzernabschluss.io entsteht der Konzernabschluss aus den Zahlen des Moduls Konsolidierung — Voll- und Quotenkonsolidierung, Equity-Methode, mehrstufige Konzerne, Erwerb weiterer Anteile und Entkonsolidierung — bis zur Datei für die Offenlegung.

## Häufige Fragen

### Was gehört zu einem vollständigen Konzernabschluss nach HGB?

Konzernbilanz, Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung, Konzernanhang, Kapitalflussrechnung und Eigenkapitalspiegel (§ 297 Abs. 1 HGB); freiwillig kann eine Segmentberichterstattung hinzukommen. Zusätzlich stellt das Mutterunternehmen einen Konzernlagebericht auf.

### Warum ist der Konzernjahresüberschuss niedriger als die Summe der Einzelergebnisse?

Im Beispiel wegen der Firmenwertabschreibung von 10.000 €. Allgemein verändern Konsolidierungsbuchungen das Ergebnis, wenn sie Abschreibungen auf aufgedeckte stille Reserven, Zwischengewinne oder konzerninterne Ausschüttungen betreffen. Die Aufrechnung gleich hoher Forderungen und Schulden und die Verrechnung von Innenumsätzen ohne Zwischengewinn sind ergebnisneutral.

### Wie werden Minderheiten im Konzernabschluss gezeigt?

Als nicht beherrschende Anteile gesondert innerhalb des Konzerneigenkapitals und in der Konzern-GuV nach dem Jahresüberschuss (§ 307 HGB). Im Beispiel sind das 315.000 € in der Bilanz und 40.000 € in der GuV.

### Warum verschwindet die Beteiligung in der Konzernbilanz?

Weil an ihre Stelle die einzelnen Vermögensgegenstände und Schulden der Töchter treten (§ 300 Abs. 1 Satz 2 HGB). Die Kapitalkonsolidierung verrechnet den Beteiligungsbuchwert mit dem anteiligen neubewerteten Eigenkapital; ein verbleibender Mehrbetrag ist Geschäfts- oder Firmenwert.

### Gibt es das Beispiel als PDF zum Herunterladen?

Nein. Das Beispiel steht vollständig im Text dieser Seite, und die Tabellen bauen aufeinander auf: Summenbilanz, Konsolidierung und Konzernbilanz lassen sich Zeile für Zeile nachrechnen.

### Muss eine so kleine Gruppe überhaupt einen Konzernabschluss aufstellen?

In der Regel nicht. § 293 HGB befreit, wenn an zwei aufeinanderfolgenden Stichtagen mindestens zwei von drei Merkmalen nicht überschritten werden — für Geschäftsjahre ab 2024 nach der Bruttomethode 30 Mio. € Bilanzsumme, 60 Mio. € Umsatzerlöse und 250 Arbeitnehmer, nach der Nettomethode 25 Mio. €, 50 Mio. € und 250 Arbeitnehmer. Ausgenommen sind unter anderem kapitalmarktorientierte Konzerne (§ 293 Abs. 5 HGB).

## Quellen und Rechtsstand

- [§ 297 HGB](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__297.html) — Bestandteile des Konzernabschlusses
- [§ 300 HGB](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__300.html) — Zusammenfassung der Einzelabschlüsse
- [§ 301 HGB](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__301.html) — Kapitalkonsolidierung nach der Neubewertungsmethode
- [§ 303 HGB](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__303.html) — Schuldenkonsolidierung
- [§ 305 HGB](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__305.html) — Aufwands- und Ertragskonsolidierung
- [§ 307 HGB](https://www.gesetze-im-internet.de/hgb/__307.html) — Nicht beherrschende Anteile

## Weiterführende Seiten

- [Kapitalkonsolidierung mit Beispiel](https://konzernabschluss.io/ratgeber/kapitalkonsolidierung-beispiel)
- [Schuldenkonsolidierung mit Beispiel](https://konzernabschluss.io/ratgeber/schuldenkonsolidierung-beispiel)
- [Zwischenergebniseliminierung mit Beispiel](https://konzernabschluss.io/ratgeber/zwischenergebniseliminierung-beispiel)
- [Konzernkapitalflussrechnung nach DRS 21](https://konzernabschluss.io/ratgeber/konzernkapitalflussrechnung-drs-21)
- [Konzerneigenkapitalspiegel nach DRS 22](https://konzernabschluss.io/ratgeber/konzerneigenkapitalspiegel-drs-22)

## Konzernabschluss nach HGB bis zur Offenlegungsdatei

Konsolidierung, Konzernbilanz, Konzern-GuV, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalspiegel, Konzernanhang und Konzernlagebericht — zum Festpreis von 7.500 € oder 12.500 € pro Konzern-Geschäftsjahr, bezahlt per Rechnung. Einrichten können Sie kostenlos.

[Konzern kostenlos einrichten](https://konzernabschluss.io/register)

[Zur Startseite](https://konzernabschluss.io/)
